#rezensionsexemplar #buchcontakt

War es Mord oder Selbstmord? Ein neuer Kriminalfall für die Hobby-Ermittler Kettling und Larisch Theo Kettling will eigentlich nur seine Frührente genießen – Mordermittlungen stehen dabei nicht auf dem Plan. Doch als er die sauerländische Amateurband „Hill Cats“ auf ein Rockkonzert am Chiemsee begleitet, kommt alles anders als gedacht. Eine Frau verschwindet spurlos und wird schließlich tot in einem Fluss gefunden. Hat ihre Depression sie in den Selbstmord getrieben, wie ihr Mann behauptet? Oder liegt ein viel größeres Geheimnis dahinter? Wieder zu Hause in Lüdenscheid erzählt Theo seiner Bekannten Lieselotte Larisch von dem schrecklichen Erlebnis. Die Hobbydetektivin ist sich sicher, dass mehr hinter diesem Todesfall steckt. Gemeinsam nimmt das ungewöhnliche Ermittlerteam die Spur auf

Diese Rezension schreibe ich jetzt einfach mal andersherum:

Fazit:
Ein Buch für alle, die nostalgisch in den 70er Jahren schwelgen möchten. Ein Buch für alle, die etwas über das Leben in dieser Zeit erfahren möchten, oder Cosy – Crime Bücher mit skurrilen Charakteren mögen.

Das Hauptaugenmerk dieses Buches liegt nicht allzu sehr auf der kriminalistischen Handlung, zum einen, weil die Protagonisten (Eine pensionierte Lehrerin, ein Privatier und eine singende Studentin) keinerlei Ausbildung in Kriminalistik haben ,zum anderen läuft vieles über das ” Kommissar Zufall” Prinzip und die Zusammenhänge sind dem geübten Leser schon sehr bald klar.
Trotzdem fand ich dieses Buch ganz bezaubernd in seinem 70er Jahre Charme. Das Flair wurde perfekt eingefangen und man wurde direkt in diese Zeit zurückversetzt. Und ja, ich musste zwischendurch sehr oft in mich gehen, denn ich habe diese Zeit miterlebt (ja, ich bin sooooo alt) . Es gab kein Wikipedia, oder Goog… Zur Recherche musste man tatsächlich in die Bibliothek oder ins Archiv der Zeitung , wo man auch noch ungeniert rauchen durfte !!
Was für Zeiten.
Ich erinnere mich gerne daran zurück und habe mich freudig in nostalgischen Gefühlen gewälzt. Die Charaktere sind ein wenig skurril und überzeichnet und sie essen die meiste Zeit. Dabei sind sie jedoch kein bisschen unsympathisch. Der Großteil der Handlung liegt eher auf den Umgebungs – Situations – und Begegnungsbeschreibungen, als auf dem Krimiplot.
Wobei dieser gut durchdacht ist, allerdings ob der ganzen nostalgischen Schwärmereien manchmal ein wenig lieblos abgehandelt wird. Der Schreibstil ist perfekt. Mit einer Prise Humor, flüssig lesbar und mit reichem Wortschatz.

Fazit: Siehe oben 🙂

Vier wunderschöne Sterne ohne WLAN – total analog – und funkelnd.