»Das, was geschehen ist, war erst der anfang, es ist noch nicht vorbei – langsam beginnt es, spaß zu machen, ihr seid so lächerlich, so unglaublich dumm und ihr seid mir nicht gewachsen. ich bin noch nicht fertig. denkt das bloß nicht.« Hauptkommissar Claudius Zorn und Hauptkommissar Schröder müssen sich mit einer Einbruchserie in der städtischen Kleingartenanlage herumschlagen. Der Fall ist schnell geklärt, eine Clique von Jugendlichen hat die Einbrüche aus Langeweile begangen. Doch dann ist ein Junge aus der Clique tot. Er war gerade einmal 18 und wurde kaltblütig ermordet. Als ein Freund des Opfers, auch er Teil der Clique, stirbt, ist Zorn genervt – ein Mord pro Woche hätte auch genügt! Aber genau wie Schröder ist ihm sofort klar, dass hier jemand gezielt und durchdacht vorgeht, seine Opfer ganz genau auswählt. Sie vielleicht sogar kennt. Als es endlich eine erste vage Spur gibt, ist die Zeit bis zum nächsten Mord bereits abgelaufen. Und Zorn kann sich einfach keinen Reim darauf machen, weshalb Schröder sich plötzlich so merkwürdig verhält … Ein neuer Fall für das originellste Duo der deutschen Krimiszene: Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder.

Soweit der Klappentext. Auch mit dem zweiten Teil der Serie habe ich mich unglaublich schwer getan. Die Krimihandlung an sich ist toll, von Anfang bis Ende. Gut konstruiert mit vielen Verdächtigen, originellen Ansätzen und Ermittlungsmethoden. Der Autor hat einen Schreibstil der sich wunderbar flüssig lesen lässt und dem Leser die Geschehnisse gut beschreibt. So kann man sich wunderbar in das Buch einlesen,die Details sind nicht allzu blutig , aber trotzdem passend für einen Krimi. Alles in allem eine glatte fünf Sterne Bewertung bis hierhin, wenn das Wörtchen wenn nicht wär…..

Die Protagonisten, puh, eine Klasse für sich, leider finde ich die Charaktermerkmale sehr übertrieben. Sowohl bei Zorn als auch bei Schröder. Zorn kommt daher als absolut arroganter Typ, den ich ehrlich gesagt so wie er beschrieben ist unglaubwürdig finde. Für seinen Job. Andererseits ist es ein toller Kontrast zu den üblichen ” den-Leser-liebhab- Ermittlern” oder den total abgewrackten Typen. Interessant, aber meiner Meinung nach zuviel Ego, die Gefahr beim Lesen war für mich, dass ich den Typ so zum kot… fand, das ich aufgrund dessen das Buch beinahe abgebrochen hätte.
Schade und extrem diskriminierend finde ich die ständige Wiederholung der Beschreibung der ” dicke” Schröder. Und das in einer Zeit in der es Konsequenzen hat wenn man ” Mohrenkopf” zu einem Schaumkuss sagt ????? Das finde ich nicht okay !
So und jetzt rate ich mal munter drauflos: Mein größter Kritikpunkt nach wie vor! Wo verdammt nochmal spielt dieses Buch?????
Wenn ich nach dem genannten Restaurant ” Waldkater” gehe, spielt die Story in Hannover ! Da gibt es die Leine
oder in Rinteln da gibt es die Weser, oder in Bernau bei Berlin, da gibt es auch einen Fluß
Könnte aber auch sein ……..In HALLE ?????? da gibt es auch einen Fluß und da der Autor da wohnt denke ich mal ich nehme …Halle… Das ist für mich kein Gegentrend zu den Regionalkrimis sondern einfach blöd, ich muss doch um mich in eine Geschichte gut einlesen / hineindenken zu können wissen wo sie spielt.
Und aufgrund all dieser , für mich, den Lesefluss störenden Kritikpunkte gibt es fünf Sterne für die Story und einen für den Rest, macht knappe drei insgesamt.