Nach der Hochzeit verändern sich die Dinge grundlegend – besonders, wenn man wie Jan Weiler in eine italienische Großfamilie einheiratet: “Es gibt nämlich einen riesenhaften Stammbaum, der sich in der Mitte in zwei etwa gleich starke Äste teilt. Man hat sich vor vielen Jahren endgültig zerstritten, aus Gründen, die keier mehr so richtig kennt. Seitdem heißt es vom einen Zweig, er sei blöd, und vom anderen, er sei geizig. Die meisten Männer der einen Familienhälfte heißen Mario (blöd), die meisten Männer der anderen heißen Antonio (geizig). Mein Schwiegervater ist ein Antonio und gar nicht geizig. Jedenfalls lassen beide Familienhälften kein gutes Haar aneinander.” Die herrlich komische Geschichte einer unglaublichen Verwandtschaft aus der italienischen Region Molise, die laut ihrer Bewohner “am A… der Welt” liegt.

Als ich meine Frau heiratete, konnte ihre süditalienische Familie leider nicht dabei sein. Zu weit, zu teuer, zu kalt. Schade, dachte ich und öffnete ihr Geschenk. Zum Vorschein kam ein monströser Schwan aus Porzellan mit einem großen Loch im Rücken, in das man Bonbons füllt. Menschen, die einem so etwas schenken, muss man einfach kennen lernen.” Ein sehr lockerer Sprachstil, in der Ich-Perspektive erzählt. Es ist Sozialkritik erkennbar, wenn auch lustig verpackt. Ich hatte erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen und es sind schon Unterschiede feststellbar. Im Buch sind die beiden schon verheiratet im Film fahren sie nach Italien um zu heiraten. Der Autor spielt mit den Stereotypen und Vorurteilen allerdings auf eine sehr unverkrampfte Art  , so dass dieses Buch ganz lockere,  lustige Unterhaltung bietet.

ISBN 9783550086151
Fester Einband
Unterhaltungsliteratur
erschienen am 01.01.2003 bei Ullstein Hc