Das schaffen wir mit links!« Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst ziemlich mulmig zumute. Ihre Freundin Marleen hat sie angefleht, für ein paar Tage ihre Pension auf Norderney zu übernehmen – ein Job, von dem Christine nicht die leiseste Ahnung hat. Die Schwestern stoßen schnell an ihre Grenzen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Zu allem Überfluss flackert Gisbert von Meyers Verliebtheit in Christine wieder auf, und er schreibt einen geheimnisvollen Artikel, den Papas Freund Kalli sofort nach Sylt faxt. Prompt stehen Papa und Mama auf der Matte, als selbst ernannte Retter. Das Chaos ist perfekt. Zumal Christine und Ines sich immer mehr in Lügen verstricken: Marleen und ihr Freund sitzen wegen einer dubiosen Verdächtigung in Dubai in Untersuchungshaft, was keiner erfahren darf … Soviel zum Klappentext des neuen Buches von Dora Heldt, ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen bin aber problemlos in die Geschichte hineingekommen. Die Autorin fügt die Charaktere gut in die Handlung ein und man kann der Geschichte mühelos folgen. Ich fand das Buch ein weing zu routiniert geschrieben und die Handlung : nun um es freundlich auszudrücken: ist sehr seicht…wie die Brandung an der Wattseite Norderneys.

Man darf über die Handlung nicht nachdenken, es ist manchmal doch arg verschroben. Eine 47 jährige Frau, die sich so sehr von der Meinung ihrer Eltern abhängig macht und so “lebensuntüchtig ” ist , ist schon etwas strange für meinen Geschmack. Zumal das ganze Buch auf einem Anruf aufgebaut ist , den, seien wir ehrlich Marleen auch anders hätte tätigen können, dann wäre allerdings dieses Buch nicht zustande gekommen :).

Der Stil ist leicht und humorvoll und die Story gut konstruiert, abgesehen von den oben schon erwähnten riesigen Logikfehlern. Geschmunzelt habe ich nun nicht, das Buch aber an zwei Tagen weggelesen, ich finde es ist eine wunderbare ” mit Grippe im Bett lieg Lektüre “.

dtv premium ISBN: 978-3-423-24814-3

Erscheint am 01. Dezember 2010